Alexander Skrjabin
Dritte Symphonie 'Le Poème Divin' op. 43
[Programm]
| Komposition der Symphonie: | 1902-1904 |
| Herkunft des Programms: | 1904, von Tatjana de Schloezer, anläßlich einer Aufführung in Paris. (Der Text wurde dann aber nicht freigegeben.) |
| Status: | Programm von Skrjabin autorisiert |
| Literatur: | Schibli, Sigfried, Alexander Skrjabin und seine Musik. Grenzüberschreitungen eines prometheischen Geistes, München-Zürich: Piper, 1983 |
Text des Programms:
| I. | Luttes (Kämpfe) |
| II. | Voluptès (Wollust) |
| III. | Jeu divin (göttliches Spiel) |
"Der erste Satz des Poème divin, 'Luttes', schildert den Kampf zwischen dem durch eine personifizierte Gottheit versklavten Menschen und dem freien Menschen, der die Göttlichkeit in sich trägt. Dieser bleibt siegreich, aber sein Wille ist noch zu schwach, die eigene Göttlichkeit zu verkünden. Er stürzt sich in die Wonnen der sinnlichen Welt. Das ist der Inhalt des zweiten Satzes 'Voluptès'. Da erwächst ihm vom Grunde seines Seins erhabene Kraft, die ihm hilft, seine Schwäche zu überwinden, und im letzten Satz 'Jeu divin' gibt sich der seiner Fesseln ledige Geist der Freude des freien Daseins hin."
Dokument erstellt am 16. Dezember 1999
PD Dr. Wolfgang Krebs, Clemens Gresser