von Frank Mehring, Gießen
Einleitung
Die Bewertung des künstlerischen Schaffens von Charles Ives ist von jeher mit den Aspekten seiner außerordentlichen Biographie verbunden. [1] Die Doppelexistenz als Komponist und Versicherungsleiter, seine ideengeschichtliche Absicherung der Kompositionstechniken sowie die Isolation vom Künstlermilieu des frühen 20. Jahrhunderts haben zu glorifizierenden Mythen und abwertenden Vereinfachungen geführt. [2] Die extreme Interpretationsvielfalt hängt darüber hinaus auch mit der außergewöhnlichen Rezeptionsgeschichte von Ives' Werken zusammen. Die Komplexität seines Schaffens erfordert eine interdisziplinäre Annäherung, die sowohl die Musikwissenschaft, die Philosophie als auch die Literaturwissenschaft betrifft. Bisher haben sich acht Autoren aus verschiedenen Fachrichtungen den biographischen Hintergründen gewidmet. Dabei werden in sehr unterschiedlicher Gewichtung musikalische oder außermusikalische Einflüsse in den Vordergrund gestellt. Als
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Kernpunkt erweist sich die Frage, ob der amerikanische Transzendentalismus für Ives als Inspirationsquelle diente, oder ob die geistesgeschichtliche Bewegung nachträglich als oberflächliche Legitimationsquelle programmatisch herangezogen wurde. Die biographischen Arbeiten lassen sich in sechs Kategorien einteilen, die sich zwangsläufig in einigen Aspekten überschneiden: soziologische, historische, psychoanalytische, ideengeschichtliche, kulturwissenschaftliche und interdiziplinäre Ansätze. Die folgende Übersicht enthält die wichtigsten Veröffentlichungen zu den jeweiligen Forschungsschwerpunkten.
Soziologische Ansätze:
Historische Ansätze:
Psychoanalytischer Ansatz:
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Ideengeschichtliche Ansätze:
Kulturwissenschaftliche Ansätze:
Interdisziplinärer Ansatz:
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Jan Swaffords 1996 erschienene Biographie Charles Ives: A Life with Music (New York and London: W W Norton & Company) integriert nahezu alle Ansätze und läßt sich schwer einer einzigen Kategorie zuordnen. Darüber hinaus stehen der Ives-Forschung zwei Quellen zur Verfügung, welche (wenn auch stark subjektiv und oftmals anekdotisch gefärbt) zusätzliche Hinweise zur Person von Charles Ives bieten. John Kirkpatrick gab 1972 die autobiographisch angelegten Memoiren unter dem Titel Memos (New York: W W Norton & Company) heraus. Die mündlichen Überlieferungen und Erinnerungen von Familienmitgliedern und Freunden edierte Vivian Perlis: Charles Ives: An Oral History. New York: Da Capo Press, 1974.
Eine umfangreiche Darlegung der unterschiedlichen Ansätze und ihrer Ergebnisse würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Da sich alle Ansätze mit der Frage nach den transzendentalistischen Bezügen zwischen Ives' Biographie, seinem Schaffen und seiner Ästhetik auseinandersetzen, sollen im folgenden die verschiedenen Studien unter diesem Aspekt verglichen werden. Das Leben des extravaganten Außenseiters aus Danbury, Connecticut hat zu einer Kontextualisierung seiner ideengeschichtlichen Wurzeln geführt, wie sie bei kaum einem anderen Künstler in ihrer unterschiedlichen Ausprägung zu finden ist. Um die Zusammenhänge zwischen Biographie und Werk einschätzen zu können, soll kurz geklärt werden, was den amerikanischen Transzendentalismus auszeichnet.
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I. Begriffsbestimmung
Der amerikanische Transzendentalismus stellt eine Reformbewegung in Neu-England dar, deren geographisches Zentrum die Stadt Boston und ihre nähere Umgebung umfaßte. Sie hat mit der Kantischen Transzendentalphilosophie lediglich eine oberflächliche Namensähnlichkeit gemein. Als regionale Erscheinung übte der Transzendentalismus vor allem im literarischen Bereich den nachhaltigsten Einfluß auf nachfolgende Generationen aus. Zeitlich beschränkte sich die Popularität dieser idealistischen Geisteshaltung auf die Jahre zwischen 1830 und dem amerikanischen Bürgerkrieg 1861. Danach werden Einflüsse indirekt über Walt Whitman in der Literatur, James Dewy und Friedrich Nietzsche in der Philosophie, Frank Lloyd Wright in der Architektur und Charles Ives in der Musik sichtbar. Vertreter wie Ralph Waldo Emerson, die zentrale Figur der Bewegung, und Henry David Thoreau begründeten die erste literarische Blüte in Amerika. Wie Charles Ives im Bereich der Musik beschäftigten sie sich mit der Frage, welche Charakteristika eine nationale Literatur kennzeichnen könnten. Es ging den führenden Vertretern der literarischen und philosophischen Bewegung weniger um eine systematische Auseinandersetzung mit den Bedingungen menschlicher Erkenntnis als um ein intuitives Erfahren von Welt. Der Mensch steht als Bestandteil einer göttlichen 'All-Einheit' (oversoul) im Zentrum transzendentalistischen Denkens. Über die Selbstversenkung in der Natur, das intuitive Hineinfühlen in das Wesen der Erscheinungswelt und die gesteigerte Wahrnehmungssensibilisierung läßt sich dieses Kräftepotential erfahren. Im Glauben an unbegrenzte kreative Ausdrucksformen riefen die Transzendentalisten zu Reformen in theologischen, literarischen, philosophischen und sozialen Bereichen auf. [3]
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Ives bindet seine ästhetischen Reformvorstellungen und die Konstitution eines neuen Tonsystems in umfangreiche kompositorische Begleitschriften ein. In ihnen legt er eine eigenständige Interpretation transzendentalistischen Gedankenguts zugrunde. Im Vorwort der Essays before a Sonata (1920) zur zweiten Klaviersonate, die den programmatischen Untertitel Concord, Mass., 1840-1860 trägt, äußert sich der Komponist zum intermedialen Kunstverständnis. "The whole is an attempt to present (one person's) impression of the spirit of transcendentalism". [4] Zu der Zeit, als Ives über transzendentalistische Denker und Schriftsteller schrieb, war die Bewegung selbst schon aus der Mode gekommen und galt als provinziell. Erst in den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts erfuhr der Transzendentalismus vor allem durch F. O. Matthiessen eine starke literaturkritische Aufwertung. [5]
II. Soziologische Ansätze
Den ersten biographischen Abriß und Verweis auf die Bedeutung des Transzendentalismus für das Verständnis von Ives' Musik veröffentlichte der Kritiker und Schriftsteller Henry Bellamann. Der Autor bemüht sich in Charles Ives: The Man and His Music (MQ. XIX (1933) S. 45-58) um eine soziologische Erörterung des Lebens von Charles Ives. Sowohl im beruflichen Bereich als auch in seinem musikalischen Schaffen seien experimentelle Aspekte von besonderer Bedeutung. Ives könne nicht als lebensferner Revolutionär erachtet werden, der sich in einem elitären Künstlermilieu bewegte. Er sei vielmehr durch und durch mit seiner Heimat Neuengland und dessen geistigen Wurzeln verbunden. Ein Zitat aus Bellamanns Interview mit Ives prägte
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nachfolgende Interpretationen. Der Komponist betonte darin die Notwendigkeit von experimenteller Erfahrung, die Musik mit einer besonderen 'Substanz' ausstatte.
"The fabric of existence weaves itself whole. You can not set an art off in the corner and hope for it to have vitality, reality and substance. There can be nothing 'exclusive' about a substantial art. It comes directly out of the heart of experience of life and thinking about life and living life." [6]
Damit nimmt Ives zwei Hauptaspekte des Transzendentalismus auf: Zum einen sahen die Freidenker in der persönlichen Lebenserfahrung die beste Grundlage für Erkenntnisse und Einsichten (wichtigstes Beispiel ist das zweijährige Lebensexperiment Thoreaus am Waldensee); zum anderen war es das Anliegen der Transzendentalisten, die Erscheinungswelt auf ihren wahren Gehalt, die Substanz hin wahrzunehmen.
Kurz nach Ives' Tod kam die inzwischen sachlich wie inhaltlich unzeitgemäße Biographie Charles Ives and His Music (London: Oxford University Press, 1955) von Henry Cowell und seiner Frau Sidney heraus. In den nächsten 20 Jahren avancierte die erste in Buchform erschienene Lebensbeschreibung zum Standardwerk. Auch in dieser Biographie geht es um die Verbindung von Kunst und Leben bzw. die komplementären Persönlichkeitsmerkmale des Versicherungsagenten und des Komponisten Charles Ives. Der Transzendentalismus erfährt dabei besondere Beachtung. Cowell betont die Auseinandersetzung mit Emerson während Ives' Studienzeit in Yale (1892-96). Der Besuch von Walden Pond sowie Emersons Grab in Concord, Massachusetts, während seiner Hochzeitsreise seien ebenso wichtige Hinweise auf die Verbindung zwischen Ives und dem Transzendentalismus. [7] Cowell stellt die These auf, daß Ives in den Essays before a Sonata Emersons stilistische Eigenheiten verteidigt, um letztlich seine eigenen musikalischen Besonderheiten ideengeschichtlich abzusichern:
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"Writing in defense of Emerson's style, Ives manages to say just what might be offered in defense of his own." [8]
Das transzendentalistische Denken (oder 'Emersonian philosophy', wie es in der Biographie heißt) bestimmt nach Ansicht der Cowells nicht nur sein musikalisches Schaffen, sondern seine gesamte Weltsicht und das Vertrauen in den Wert seines Schaffens. [9] Ives' politisches Engagement, das in Schriften wie The Majority, A Peoples' World Nation, Stand by the President, Concerning a Twentieth Amendment und Letter to D. Roosevelt and Memoranda zum Ausdruck kommt, [10] führen die Biographen ebenso auf transzendentalistisches Gedankengut zurück. Insbesondere Thoreaus Essay über den zivilen Ungehorsam (Resistance to Civil Government, 1849/1866) spiele eine wichtige Rolle für Ives' Demokratieverständnis. [11] Zusammenfassend interpretieren die Cowells den Transzendentalismus als Element im Denken und der musikalischen Kreativität, das Ives' gesamtes Leben bestimmte.
"All his life he has been accustomed to carry forward some aspect of Emerson's or of Thoreau's thinking in terms of present problems, checking whatever conclusions he arrived at against what he has observed of ‚science' and ‚natural laws' operating in the insurance business, in music, and in Nature." [12]
Auch Rosalie Sandra Perry ordnet sich mit Charles Ives and the American Mind (Kent/Ohio: Kent State University Press, 1974) in die Tradition von Bellamann und Cowell ein, um soziologische und musikalische Aspekte mit dem Rückbezug auf den Transzendentalismus zu erklären. Sie sucht eine umfassende Verbindung von Leben und Werk.
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"No matter how original a musician may be, the nature of the social order circumscribes the development of his inventiveness." [13]
Emerson erscheint als eine heldenhafte Figur, auf die Ives sein Leben und Denken ausrichtete. Mit der Heroisierung Emersons erhofft sich Perry, Widersprüche und Paradoxien in der Biographie des Komponisten erklären zu können. [14] Die Hinwendung zu transzendentalistischem Gedankengut und literarischen Gestaltungsmitteln soll die sogenannte stream of consciousness-Technik in der Musik von Ives erklären. Der Begriff selbst wird allerdings weder von den Transzendentalisten noch von Ives explizit benutzt und ist nur mit größter Vorsicht zu gebrauchen. Perry führt das Interesse der Transzendentalisten an Musik als wesentlichen Impulsgeber an.
"[...] their [the transcendentalists'] ideas on music greatly influenced the development of Ives' musical thought." [15]
Dagegen ist einzuwenden, daß die Hauptvertreter Emerson und Thoreau keinen Zugang zur konzertanten Musik ihrer Zeit besaßen. Während Emerson seine Aufmerksamkeit vor allem visuellen Phänomenen widmete, entwickelte Thoreau eine besondere Sensibilität für Naturlaute und technische Geräusche. Lediglich Margaret Fuller und John Sullivan Dwight (Begründer und Herausgeber von Dwights Journal of Music, 1852-1882) äußerten sich explizit über musikalische Aspekte und ihre kulturelle Bedeutung in Amerika. Beide Autoren waren in ihrer Einschätzung allerdings stark der Musik der europäischen Klassik verpflichtet und vertraten eine typisch romantische Musikästhetik. Insbesondere Dwight nahm eine konservative Haltung gegenüber den zeitgenössischen Tendenzen ein, wie sie Verdi oder Donizetti repräsentierten. Amerikanischen Musikern wie Louis Moreau Gottschalk (1829-1869), William Henry Fry (1813-1864) [16] und
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George Frederick Bristow (1825-1898) haftete für Dwight stets das Manko der amerikanischen Kulturlosigkeit an. Es gilt daher festzuhalten, daß Ives in jenen Transzendentalisten auf Inspirationsmomente traf, deren Ideen sich gerade nicht auf den Bereich der Musik bezogen. Perry führt folgende konkrete Aspekte in Ives' Musik ausschließlich auf den Transzendentalismus zurück: die Vorliebe für populäre Musik, [17] die Verehrung Beethovens, [18] die Auffassung von Musik als universale Sprache, [19] die Versubjektivierung von Musik als Gefühl, [20] die Verarbeitung von 'fließenden Motiven' wie in The Housatonic at Stockbridge, [21] das Zitieren, Paraphrasieren, Entleihen von musikalischen Motiven, die Einbindung in eine Bewußtseinsstrom-Technik, die 'Wiederentdeckung' der Schönheit des Einfachen [22] und landessprachliche Eigenheiten ("vernacular materials"). [23]
III. Historische Ansätze
David Wooldriges Studie From the Steeples and Mountains: A Study of Charles Ives (New York: Alfred A. Knopf, 1974) bewegt sich auf einem spekulativen Niveau und bildet, wie Rathert treffend formuliert, einen "Grenzfall biographischer Darstellung". [24] Der Autor identifiziert sich als Komponist mit seinem Vorbild Ives, das als jeglicher Konventionalität trotzendes Genie verehrt wird. Im Gegensatz zu Rossiters Biographie wird hier ohne wissenschaftliche Absicherung der Ives-Legende in ihrer romantischen Überhöhung weiter Vorschub geleistet.
Frank Rossiter nähert sich in Charles Ives and His America (New York: Liveright, 1975) dem Komponisten mehr als Historiker denn als Musikwissenschaftler. Er lehnt es
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nachdrücklich ab, sich dem Urteil seiner Vorgänger anzuschließen und von einem 'genialen Sonderfall' der Musikgeschichte zu sprechen. Rossiters Intention läßt sich mit der Entmystifizierung der Ives-Legende auf den Punkt bringen. [25] Als Grundlage zur Beschreibung von Ives' Persönlichkeit dienen ihm die komplexen gesellschaftlichen und sozio-ökonomischen Zusammenhänge. Das wichtigste Konfliktfeld im Leben von Ives sieht Rossiter in der intellektuellen Isolation begründet. Er behandelt die prägenden Elemente der Studienzeit in Yale und liefert erste Zusammenhänge zwischen der übermächtigen Vaterfigur und Ives' lebenslanger Beschäftigung mit ihr. Der Transzendentalismus spielt in seiner Untersuchung eine wesentlich geringere Rolle als in den soziologischen Ansätzen Bellamanns, Cowells und Perrys. Der Rückbezug auf eine Literaturbewegung, die in den kosmopolitischen Zentren Amerikas zur Zeit von Ives Schaffensphase bereits aus der Mode gekommen war, wertet Rossiter als Ausdruck von Nostalgie. Dieser Charakterzug in der Person Ives' unterstütze die These der intellektuellen Isolation. [26]
IV. Psychoanalytischer Ansatz
Der Psychologe Stuart Feder versucht in Charles Ives, 'My Father's Song': A Psychoanalytic Biography (New Haven: Yale University Press, 1992) eine Verbindung zwischen Ives' lebenslanger Obsession in bezug auf seinen Vater und der Figur Thoreaus zu ziehen. Dem zum Teil oberflächlichen Vorwurf der Neurose und naiven Verehrung des Vaters früherer Biographen konnte Feder eine fundamentierte Analyse entgegenstellen. Zu dem Vater-Sohn-Verhältnis schreibt er in einem seiner Biographie vorangehenden Essay Decoration Day: A Boyhood Memory of Charles Ives: "They were
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more like each other than like anyone else in their lives." [27] Als wichtigster Wendepunkt in der Biographie von Ives verweist Feder auf den Tod des Vaters, den Ives zu Beginn seiner Studienzeit als Zwanzigjähriger verkraften mußte. Daraufhin suchte Ives eine Persönlichkeit, die als Kompensationsfigur die Stelle von George Ives einnehmen konnte. Feder interpretiert eine Passage in den Memoiren als klaren Beweis für Thoreaus Platzhalterfunktion.
"I went around looking and looking for some man to sort of help fill up that awful vacuum I was carrying around with me [...]." [28]
Dieser Aspekt taucht auch wieder im 'Thoreau'-Kapitel in den Essays before a Sonata auf. In dem Essay über Thoreau bezeichnet Ives den Literaten als "wahren Freund" und "Seelenverwandten", der an einem schweren Tag ihm zur Seite stand. (Feder, S. 104). Feder weist nach, daß der experimentelle Charakter sowie die soziale Außenseiterposition dieser Vorbilder wiederholt von Ives als wichtige Eigenschaften charakterisiert wurden. Der Autor geht davon aus, daß Ives bereits in seiner Kindheit mit der Person Thoreaus vertraut war und während seiner Studienzeit intellektuelle Impulse vom transzendentalistischen Gedankengut erhielt, die auch jenseits seiner kreativen Schaffensphase nachweisbar seien. Als Quellengrundlage dienen ihm das Essay über Thoreau in der Begleitschrift zur Concord Sonata, das Lied Thoreau (Nr. 48) aus den 114 Songs, sowie die Lieder Walking (Nr. 67) und Remembrance (Nr. 12), dessen ursprünglicher Titel in möglicher Anlehnung an den Waldenteich The Pond war. Daneben sieht Feder Zusammenhänge zwischen Thoreaus Schriften und Ives' Werk für Glocken, Trompete und Posaune mit dem malerischen Titel From the Steeples and the Mountains. Der von Ives verfaßte Text zu seinem letzten Lied Sunrise lasse deutlich den Stil Thoreaus durchscheinen ("a Thoreauvian pastiche sans literal quotation" [29]). Weiterhin beruft sich Feder auf einen Brief, in dem Ives den Geist Thoreaus beschwört,
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der in den experimentellen Klavierwerken Tone Roads fühlbar sei. In all seinen Verweisen auf Thoreau versuche Ives den Vater zu idealisieren und zu evozieren.
"Henry David Thoreau represents a distillate of these sentimental wishes and idealsitic strivings, a figure whose feet were firmly planted on the banks of Walden Pond but whose spirit soared." [30]
Feder begründet diese Annahme mit Vergleichen zwischen der Art und Weise, wie Ives die Experimente und Klangvorstellungen seines Vaters musikalisch umzusetzen versuchte, und wie er Thoreaus Beobachtungen zu Klängen in der Natur aus dem Kapitel Sounds von Walden in sein Schaffen einbezieht. Thoreaus Beobachtungen zu Echoeffekten am Teich, die von einer anderen Sphäre zu kommen scheinen, verarbeite Ives im Thoreau-Satz der Concord Sonata. Gegen Ende (Ives, Piano Sonata No. 2. Second Edition. New York/London: Associated Music Publichers, S. 76) soll eine optionale Flötenmelodie eine Erinnerung aus der Ferne hervorrufen. Die Flöte verweist auf Thoreaus eigenes Flötenspiel, wie er es in Walden beschreibt. In From the Steeples and the Mountains wird in einem räumlichen Klangbild ein besonderer Effekt erzielt. Die aus der Ferne erklingenden Töne könne man als Anklänge an das Trompetenspiel von Ives' Vater, aber auch das Flötenspiel Thoreaus erachten. [31]
V. Ideengeschichtliche Ansätze
Peter Burkholder geht es in seiner Studie Charles Ives: The Ideas Behind the Music (New Haven: Yale University Press, 1985) vor allem um den ästhetischen Hintergrund
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von Ives' programmatischen Begleitschriften. Insbesondere propagiert er eine Zurücknahme des von soziologischer Seite betonten Einflusses, den der Transzendentalismus auf die Musik habe. Burkholder widmet sich der Widerlegung der ideengeschichtlichen Direktverbindung anhand von vier Punkten:
Im Gegenzug schreibt Burkholder dem Einfluß von Ives' Frau Harmony eine wesentlich gewichtigere Rolle zu. Ihr komme bei der pragmatischen Ausrichtung in Ives' Schriften eine ebenso bedeutsame Vermittlungsfunktion wie den ästhetischen Programmen zu. [33] Die Dichotomie von Gehalt und Form führt der Autor auf verschiedene Veröffentlichungen von Ives' Studienfreund John C. Griggs und Debussy zurück. [34] Die stilprägenden Personen in Ives' Biographie ließen sich an einigen Zentralfiguren in den einzelnen Lebensabschnitten deutlich festmachen: sein Vater George Ives während seiner ersten 20 Lebensjahre, Horatio Parker und Griggs während seiner Studien- und
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Lehrjahre 1894-1902 und schließlich seine Frau, Harmony Ives, in seiner reifen Hauptschaffensphase zwischen 1908 und 1917. Das Ziel dieser Darstellung liegt, wie schon bei Rossiter, in der Entmystifizierung der Ives-Legende, die Burkholder insbesondere in der vermeintlichen Transzendentalismusthese verankert sieht. Für Burkholder spielen idealistische Hintergründe lediglich eine untergeordnete Rolle. Statt dessen rückt er in seiner biographischen Darstellung vor allem die zeitgenössischen Prägungen in den Vordergrund.
VI. Kulturwissenschaftliche Ansätze
Die Ansätze von Sam B. Girgus, Joseph W. Reed, Peter Conn, und in jüngster Zeit von David Michael Hertz bringen die Verbindungen zwischen Ives und dem Transzendentalismus in einen größeren Kontext, indem sie Charakteristika der amerikanischen Identitätsfindung anhand verschiedener Künstler nachweisen. Dabei werden Brücken zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert geschlagen, so daß Dichter wie Wallace Stevens, Schriftsteller wie William Faulkner, Architekten wie Frank Lloyd Wright oder sogar Innovatoren wie John Ford in einer Analyse der transzendentalistischen Wechselwirkungen zum Tragen kommen. Eine derartige Auseinandersetzung kann zwangsläufig biographische Aspekte nur selektiert darstellen, um die wesentlichen kulturgeschichtlichen Zusammenhänge erfassen zu können.
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VI. Interdisziplinärer Ansatz
Jan Swaffords Biographie Charles Ives. A Life with Music (New York and London: W W Norton & Company, 1996) vereint die wichtigsten Ergebnisse der Ives-Forschung, die das Bild des Komponisten seit seinem 100. Geburtstag bestimmten. Er befreit dabei Ives' Leben von den Mythen und Legenden, ohne der Person die Faszination zu nehmen. Swafford berücksichtigt die historischen, ideengeschichtlichen, soziologischen und psychoanalytischen Erkenntnisse, die in der Vergangenheit erarbeitet wurden, um ein umfassendes biographisches Gesamtbild zu liefern. Wie der Titel A Life with Music schon andeutet, bezieht der Biograph die gesamte Vielfalt von Ives' Schaffen in seine Lebensschilderung mit ein. Somit wird er Ives' Auffassung gerecht, daß die Musik dem Leben und das Leben der Musik entspreche. Es ist sicherlich kein Zufall, daß gerade die Concord Sonata und ihre Begleitschrift über die transzendentalistischen Philosophen genau in der Mitte der Biographie erscheinen. Für Swafford bildet die Komposition und die in den Essays geäußerten Ideen den zentralen kreativen Ausdruck, über den sich die Person Ives am besten beschreiben läßt. [35] Hier führen alle biographischen Stränge zusammen und liefern das Stichwort für den Titel des Buches. "In the guise of pieces on great American writers, Essays before a Sonata is about Charles Ives and his music." [36]
Swafford beginnt die Biographie mit einer Familiengenealogie. Ives' Wurzeln lassen sich bis auf Capt. William Ives zurückverfolgen, der 1673 nach Boston segelte. Erstmals verfolgt der Autor die Familiengeschichte zurück, um die gesellschaftliche Stellung der Ives-Familie in Danbury und ihre Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Kleinstadt zu untersuchen. Weiterhin beleuchtet er die Bedeutung von Hymnen, Märschen und Unterhaltungsmusik in der Familie sowie die Zeit des Bürgerkriegs,
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währenddessen Ives' Vater eine Militärkapelle leitete. Als Ergebnis notiert Swafford, daß die alteingesessene und angesehene Familie als Basis für Ives' Selbstvertrauen seine Identität nachhaltig prägte.
"He [Ives] grew up a favored child in a town at the zenith of its prosperity and optimism. The Iveses were a big fish in a small pond, but to a large extent it was their pond. [...] From that heritage came Charles Ives's mostly unspoken but immense confidence in himself, his powers, and his identity that marked him through life." [37]
In den ersten drei Kapiteln beleuchtet Swafford die Genealogie (Nr. 1: At Home), die Musik des Bürgerkrieges (Nr. 2: The Music of War) und rundet diesen Hintergrund unter Einbezug der Arbeiten von Stuart Feder psychoanalytisch in dem Kapitel Nr. 3 mit dem Titel 'Ein Ort in der Seele' (A Place in the Soul) ab. Unter Verweis auf die spätere Programmatik in den Essays before a Sonata argumentiert Swafford, daß Ives die Idee von dem Gehalt, der Substanz in der Musik von seinem Vater übernommen habe. [38] Zur Familiengeschichte gehört auch der personelle Bezug zum Transzendentalismus. Ives' Onkel, Joseph Moss Ives (1832-1908), der sich lieber mit philosophischen Fragestellungen beschäftigte als seiner kaufmännischen Tätigkeit nachzugehen, lernte in Boston Ralph Waldo Emerson und James Russell Lowell kennen. Ihm ist es zu verdanken, daß nach der Rückkehr in seine Heimatstadt beide Persönlichkeiten Vorlesungen in der Congregational Church von Danbury abhielten. Der Familienlegende zufolge sollen beide Philosophen im Haus von Joseph Moss Ives übernachtet haben. [39] Hier wurde auch Charles Ives geboren. [40] Ives bekam somit von seinem Onkel und seiner Großmutter, Sarah Hotchkiss Wilcox Ives, die ebenso persönlich mit Emerson Kontakt gehabt haben soll, [41] unmittelbaren Einblick in die Welt transzendentalistischen Denkens. Resümierend beurteilt Swafford diese Kontakte als
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prägenden Aspekt in der geistigen Entwicklung von Ives: "The boy grew up on those soaring, cloudy ideas." [42]
Wie Feder betont Swafford den Verlust des Vaters durch dessen Tod im Jahre 1894 als Wendepunkt für Ives' Hinwendung zum Transzendentalismus. Von diesem Zeitpunkt an übernehme die literarische und philosophische Bewegung eine legitimatorische Ersatzfunktion für Ives' musikalische Extravaganzen (Swafford, S. 112). Im weiteren Verlauf der Biographie legt der Autor unter Verweis auf die Zentralität des Emerson-Textes in den Essays before a Sonata den Schwerpunkt auf diesen Transzendentalisten. Ihm komme eine wichtigere Funktion als Vorbild und Held zu, als dies für Thoreau der Fall sei. [43]
Über das Phänomen des Zeitgeistes ordnet Swafford die von Perry angeführten Bezüge zu Charles Sanders Peirce und seinem Schüler William James ein. [44] Letztlich führen die Wechselwirkungen allerdings wieder zu Emerson zurück, der als Ausgangsbasis für Peirces Pragmatismus erachtet wird. Swafford hebt die literarischen Studien von Ives im Zusammenhang mit dem Yale Professor William Lyon 'Billy' Phelps hervor. Die hier behandelten Schriftsteller sollten später wieder in den Liedern von Ives und insbesondere in der Concord Sonata auftauchen. Wie Burkholder führt auch Swafford aus, daß Ives bereits in der Studienzeit ein Essay über Emerson für das Literaturseminar anfertigte, das für die Veröffentlichung im Yale Review vorgesehen war. Allerdings wurde es prompt abgelehnt. [45] In diesem Zusammenhang steht auch das von Ives in den Memos mehrmals erwähnte Vorhaben, verschiedene Ouvertüren zu einem orchestralen Satz unter dem Titel Men of Literature zusammenzufassen. Im Sinne von Burkholder widmet sich der Biograph dem Einfluß von Ives' Frau Harmony, die ihn während seiner Hauptschaffensphase zwischen 1909 und 1918 auf das literarische Gedankengut der
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europäischen und amerikanischen Romantik zurückverwies. [46] Im Gegensatz zu Burkholder arbeitet Swafford allerdings stärker den transzendentalistischen Impuls im Hinblick auf Ives' Individualismus und Optimismus heraus. [47]
Zusammenfassung
Seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts hat sich eine erstaunliche Wandlung im Ives-Bild der Biographen und der Musikkritiker vollzogen. Der Komponist erscheint nicht mehr als Randfigur des amerikanischen Musiklebens, sondern avancierte zur Zentralfigur einer Epoche. Die Darstellung von Ives als herausragende Figur in der amerikanischen Musikgeschichte hat noch immer Bestand. Das Oszillieren zwischen der absoluten Neutralisierung der Biographie zugunsten einer sozialgeschichtlichen Sicht, wie sie von Rossiter vorgenommen wurde, oder einer Emphatisierung des 'Privaten', wie wir sie bei Feder und zum Teil bei Swafford vorfinden, zeigt, wie sehr die Biographie auf die kritische Auseinandersetzung mit Ives' Musik einwirkt. In den neunziger Jahren dieses Jahrhunderts wird Ives mehr und mehr als Komponist seiner Zeit gesehen, der mit der europäischen Musiktradition ebenso vertraut war wie mit der amerikanischen. Daß damit weniger eine Abwertung der außerordentlichen Leistungen von Ives gemeint ist, sondern die Möglichkeit geschaffen wird, aus einem detaillierten Kontext heraus einen besseren Zugang zum Komponisten zu finden, einen Eremiten wiederzuentdecken, hat Burkholder 1996 treffend formuliert.
"Rediscovering his music in his context will shed new light not only on Ives but on the wider musical world of which he was a part." [48]
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Anmerkungen
1 Folgende Überlegungen beziehen sich auf meine Dissertation "Sphere Melodies: Die Manifestation transzendentalistischen Gedankengutes in der Musik von Charles Ives und Cage", die im Sommer 2001 erscheinen wird.
2 Einen Überblick hinsichtlich der Glorifizierung von Charles Ives als musikalischen Propheten und Identitätsstifter Amerikas, wie es Nicolas Slonimsky 1954 ausdrückte, findet sich in der von J. Peter Burkholder herausgegebenen Studie Charles Ives and His World, Princeton: Princeton University Press, 1996. Im vierten Teil des Buches sind zahlreiche zeitgenössische Stimmen der Fachwelt zur musikalischen Bedeutung Charles Ives' aus der Zeit zwischen 1932 und 1955 abgedruckt. Zu den "Wandlungen im Ives-Bild" hat Dietrich Kämpfer 1988 unter dieser Überschrift eine Standortbestimmung abgegeben. Bericht über das Internationale Symposium "Charles Ives und die amerikanische Musiktradition bis zur Gegenwart", Köln 1988, hrsg. von Klaus Wolfgang Niemöller, Regensburg: Gustav Bosse Verlag, 1990, S. 3-14. Der biographischen und kulturgeschichtlichen Analyse hat sich insbesondere Wolfgang Rathert in seinen Publikationen gewidmet. Zur Rezeptionsgeschichte empfiehlt sich die Neuausgabe seines Buches Charles Ives. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 21996.
3 Wesley T. Mott und David M. Robinson schlagen vor, unter Transzendentalismus eine Ausprägung des Zeitgeistes zu verstehen, der in den 1820er und 1830er Jahren mit den Begriffen Idealismus, Intuition und Reform aller Lebensbereiche in Verbindung gebracht wurde. Vgl. Encyclopedia of Transcendentalism, ed. Wesley T. Mott, Westport, CT and London: Greenwood Press, 1996, S. 224ff. Damit übernehmen sie Emersons begriffliche Annäherung aus seinem Essay The Transcendentalist. Bis zum Bürgerkrieg fand der Transzendentalismus vielfältige Ausgestaltungen in Diskussionsgruppen, utopischen Lebensgemeinschaften, Zeitschriften und literarischen Werken. Für die Analyse der transzendentalistischen Einflußnahme auf die Bereiche Philosophie, Religion, Literatur und Gesellschaft bietet noch immer Alexander Kerns The Rise of Transcendentalism 1815-1860 (Transitions in American Literary History, ed. Harry Haden Clark, Durham, NC: Duke University Press, 1953; 2. Auflage 1975) den besten Überblick. Lawrence Buell hat sich in der Transzendentalismusforschung um stilistische Besonderheiten verdient gemacht (Literary Transcendentalism. Style and Vision in the American Renaissance. Ithaca and London: Cornell University Press, 1973) und unlängst die Verbindungen zwischen Thoreau und der modernen Umweltbewegung herausgestellt (The Environmental Imagination. Thoreau, Nature Writing, and the Formation of American Culture. Cambridge, MA: The Belknap Press of Harvard University Press, 1995).
4 Charles Ives, Essays before a Sonata and other Writings, ed. Howard Boatwright, New York: W W Norton and Company, 1961, S. XXV.
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5 F. O. Matthiessen, American Renaissance: Art and Expression in the Age of Emerson and Whitman. New York: Oxford University Press, 1947.
10 Alle Texte sind in Boatwrights Ausgabe der Essays before a Sonata (1961) abgedruckt.
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16 Häufig waren Dwights Kritiken für amerikanische Komponisten und Interpreten sehr unvorteilhaft. "William H. Fry, our late esteemed townsman, had many fine qualities and much ability; but as a composer he was not great. [...] Twenty years ago, Mr. Fry delivered a racy and interesting lecture on music in this city, before the last Harmonic Society. In the course of his remarks he said: 'It is the little ship which gets over the bar; the big one sticks fast in the sand.' I am bound to say that Mr. Fry got over the bar - got over a great many bars in fact - of very dry, uninteresting music. But as a contribution to a chronological program the 'Day in the Country,' was interesting and deserved its place." Dwight, "Music in Philadelphia: Thomas Concerts". Dwight's Journal of Music. August 5, 1876.
17 Vgl. Perrys Verweise auf die Transzendentalisten Christopher Pearse Cranch und Henry David Thoreau, S. 22.
24 Wolfgang Rathert, Charles Ives. 2., korrigierte Auflage, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1996, S. 19.
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27 Stuart Feder, Decoration Day: A Boyhood Memory of Charles Ives, in: MQ. 66, 2 (1980), S. 234-61, hier S. 237.
28 Feder, 'My Father's Song', S. 112.
29 Siehe ebenso Feders Essay Charles Ives and Henry David Thoreau: 'A transcendental tune of Concord", Ives Studies, ed. Philip Lambert, Cambridge: Cambridge University Press, 1998, S. 163-173, hier S. 164.
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39 Swafford führt diesen Zusammenhang auf einen Beitrag von Amelia Van Wyck zurück, der nicht in Vivian Perlis' Oral History aufgenommen wurde. Das Inteview ist in den Archiven der Yale Universität einsehbar. Amelia Van Wycks ursprünglicher Name war Amelia Merritt Ives. Amelia ging aus der Ehe von Anna Wood Miner und Howard Meritt Ives hervor, der wiederum der Sohn von Ives Onkel Joseph Moss Ives war.
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48 Peter Burkholder (Ed.), Preface and Acknowledgements. in: Charles Ives and his World. Princeton, NJ: Princeton University Press, 1996. S. XXI.
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Dokument erstellt am 15. November 2000
PD Dr. Wolfgang Krebs, Clemens Gresser